Angelita Flatterflink

Ich habe dieses Jahr zu Weihnachten für meine Kinder und Patenkinder ein Kinderbuch mit ihren Lieblingsgeschichten zusammengestellt und illustriert. Es heisst „Angelita Flatterflink“ und handelt von einem frechen coolen Engelchen, das spannende Abenteuer erlebt.

Meine Kinder lieben die Geschichten und können gar nicht genug davon bekommen.  Unten ein kleiner Ausschnitt davon.

 

Vielleicht inspiriert Euch das zu eigenen Geschichten?

 

Wer möchte - ich habe noch 5 Exemplare, die ich zum Selbstkostenpreis von Fr. 50.-- plus Versand weiter gebe (Buch a` 40 Seiten, A4 quer, Hardcover, hochglanz, illustriert). Verschenkt sich besonders schön mit dem Puppenschutzengel von HABA (z.B. bei www.windeln.ch).

 

Wie alles begann...

 

Angelita ist ein kleines Engelchen und lebt im Wolkendorf Allesgut. Alles ist dort wolkig weich, sogar die Bäume und Häuser. Jedes Haus hat eine andere Wolkenfarbe. Angelita liebt rosa und deshalb ist bei ihr alles rosa – die Kleider, die Schuhe, die Flügel und sogar die Haare.

 

Angelita ist zwar erst 7 Jahre alt, aber lebt schon ganz alleine in ihrem Häuschen am Ende der Fluffipuffstrasse. Das ist für Engel ganz normal, denn sie sind von Beginn an selbständig. Sie haben keine Mami oder Papi, sondern erscheinen im Engeldorf, wenn Sonne und Mond sich sehr lieb haben, dabei Sterne sprühen und Gott will.

 

Alle anderen Engel begrüssen die neuen Engelchen liebevoll und helfen ihnen, sich zurecht zu finden.

 

So war es auch bei Angelita. Als sie in der grossen Empfangshalle in Allesgut mit einem Plumps auf dem Popo landete, lief ihr gleich ein quirliges kugeläugiges Engelchen mit goldigen Wuschelhaaren entgegen und begrüsste sie mit einem lecker duftenden rosa Wolkenwackelpudding.

 

„Herzlich willkommen in Allesgut, ich bin Engellinde und zeige Dir alles.“ begrüsste der goldige Wuschelkopf Angelita.

 

Gierig mampfte Angelita den rosa Wolkenwackelpudding in sich hinein und lief neugierig hinter Engellinde her. Sie bestaunte die wolkig weichen Strassen, die lustig bunten Wolkenhäuser, emsig herumfliegende Engel und wunderbar duftende Blumensträucher, während Engellinde ununterbrochen redete. Angelita summte der Kopf als sie an einem kleinen gemütlichen rosa Häuschen anhielten.

 

„Das ist Deins!“ sagte Engellinde stolz. „Wow, so cool!“ platzte es aus Angelita heraus. Engellinde glotzte verdutzt. Das war nicht wirklich Engelssprache und klang gar nicht wie der sanfte Singsang, mit dem sich die Engel hier sonst unterhielten. Aber Angelita war eben nicht wie die anderen Engel.

 

In dem flauschigen gemütlichen rosa Wölkchenhaus fühlte sich Angelita sofort wohl. Sie freute sich so sehr, dass ihre kleinen Flügel emsig anfingen, zu flattern. Das passierte immer, wenn sie sich freute. Deshalb hatte sie den Nachnamen „Flatterflink“ bekommen.

 

Engellinde staunte Wolkenklötzer als Angelita wie ein rosa Flummi durch die Räume sauste und begeistert vor sich hinsang. Als sie wieder landete, sagte sie atemlos zu Engellinde: „Lass uns eine Begrüssungsparty machen!“

 

„Au ja!“ platzte es aus Engellinde hervor. „Wir laden alle Engel ein, holen die `Rolling Angels`, backen rosa Hanfkuchen, kochen Sternengrütze, mixen Bloody Angels, kaufen Regenbogenkracker und schmeissen Rosenkonfetti!“

 

Erschrocken hielt sie sich die Hand vor den Mund, aber Angelita lachte nur und wusste, dass sie die richtige Freundin gefunden hatte..."

 

(Eine kleine Anmerkung: Ich benutze bei der Anrede bewusst immer Grossbuchstaben als Zeichen der wertschätzung und des Respekts :-)

Die grosse Party

 

 Sofort nach dem Einzug begannen sie mit den Vorbereitungen. Sie bastelten die Einladungen aus rosa Glitzerpapier, dekorierten sie mit Engelsstaub und verteilten sie persönlich.

 

Auf diese Weise lernte Angelita schnell viele Engel von Allesgut kennen. Obwohl sie anders war als alle anderen Engel, so strahlte sie doch so viel Freude aus, dass man nicht anders konnte, als sie lieb zu haben.

 

Viele Engel wussten gar nicht, was eine `Party` ist, aber liessen sich von Angelita`s Begeisterung anstecken. Spätestens wenn Angelita mit rosa Wangen vom Tanzen erzählte, dabei zur Erklärung lustig herumzappelte und ihre Flügel vor Freude anfingen, zu flattern, waren alle mit Vorfreude angesteckt.

 

Die `Rolling Angels` wollten zwar unglaublich viele Sternthaler für ihr Konzert, aber alle eingeladenen Engel waren bereit, etwas dazuzugeben. Schliesslich hatte es so etwas in Allesgut noch nie gegeben. Jeder half mit und in null Komma nix war nicht nur die grösste Party organisiert, die die Engel hier je erlebt haben, sondern auch die gesamte Regierung von Allesgut war auf Angelita aufmerksam geworden. Am Anfang beäugten die Beamten das Vorhaben misstrauisch, aber als Angelita auch die Oberengel, die Engelskanzlerin und den Engelspräsidenten einlud, war alles wieder gut.

 

Die Party rückte näher und näher. "Nur noch 30 Portionen rosa Wolkenwackelpudding zubereiten und dann ist alles fertig!" rief Engellinde erleichtert als sie sich in Angelita`s wundervoll geschmücktem Häuschen umsah. Überall hingen bunte Wolkenballons und duftende Blumengirlanden. Feenstaub glitzerte in allen Regenbogenfarben auf den Lustschlangen. Die Tische waren verziert mit Elfenglitter und Trollwurzeln. Auf jedem Tisch stand eine Sternenstaubtischbombe und auf jedem Stuhl lag ein liebevoll gestopftes Wolkenkissen. Unter manchen Kissen waren lustige Pupsfrösche versteckt.

 

Angelita`s spitzer Schrei riss Engellinde aus ihrer Verzückung: "Die Wolkensahne ist sauer!" "Ach herrjeh! Und die Wolkenkühe sind zum Bodybuilding im Windstudio." stöhnte Engellinde. "Vielleicht können wir statt dessen Mondkuchen backen...?" überlegte sie laut. "Das ist es!" rief Angelita begeistert und eilte in die Küche. Angelita und Engellinde mahlen eifrig Mondmehl, rühren, kneten, naschen und backen was das Zeug hält. Am Abend duftet es lecker im ganzen Haus und alles ist bereit.

 

Es wurde ein rauschendes Fest, an das man noch lange denken sollte in Allesgut. Alle tanzten ausgelassen und sangen mit den "Rolling Angels". Die Engelskanzlerin trank ein bischen viel von den "Bloody Angels" und schnappte sich den verdutzt guckenden Engelspräsidenten. Ehe der sich versah, wurde er von der pummeligen Dame herumgewirbelt. Alle lachten und klatschten. Nachdem er sich von seinem ersten Schreck erholt hatte, fand sogar der Engelspräsident Spass an der Sache und schüttelte unbeholfen - aber sehr vergnügt - Arme und Beine.

 

Alle Engel machten mit. Sie tanzten und feierten bis der Mondmann der Sonnenfrau den Guten-Morgen-Kuss gab.

 

Angelita hätte gerne weiter Partys organisiert und mit ihren neuen Freunden gespielt, aber der Ernst des Lebens hielt nun Einzug, denn Angelita kam in die Schule.

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