Die Anerkennungsfalle

 10 Dinge gleichzeitig tun, trösten, wickeln, kochen, backen, basteln, singen, richten und schlichten, coachen, waschen, putzen, heilen, entertainen, dekorieren... Mütter geben täglich ihr Bestes… wenn es sein muss - rund um die Uhr.

 

Wir Mütter denken, allen Ansprüchen genügen zu müssen. Das eigene unbewusste Anspruchsdenken ist dabei die grösste Falle.

 

Den Drang nach gesellschaftlicher Anerkennung haben alle Mütter. Wir meinen dabei, die Anerkennung müsse von aussen kommen, damit wir uns wertvoll fühlen.

 

Jede von uns hat ein bestimmtes Bild der “perfekten Mutter”, dem sie unbewusst nacheifert. Meine Erfahrung hat mir gezeigt, dass wir dieses Idealbild selbst erschaffen. Wir übernehmen Teile von unseren eigenen Eltern, Teile aus der Gesellschaft und aus unserem sozialen Umfeld. Wenn wir alles ungefähr so machen, wie es alle machen, dann fühlen wir uns „in Ordnung“ und anerkannt. Dabei sind Fehler erlaubt, aber dennoch suchen wir nach Bestätigung, dass andere Mütter ähnliche Fehler machen. Dann ist äusserlich wieder alles gut. Bis die nächste Situation kommt, die unsere inneren Zweifel hervorruft. Woher kommen diese Zweifel?

 

Sie hängen mit dem Selbstwertgefühl zusammen, das man sich selbst als Mutter gibt. Dieses Selbstwertgefühl hat nichts damit zu tun, ob man im Aussen eine starke, anerkannte Frau und Mutter ist. Es hat mit unserem inneren Denken und Fühlen zu tun. Ist es nicht wirklich tief im Inneren vorhanden, wird es leicht von Zweifeln untergraben und lässt uns immer wieder wanken. Das zeigen wir natürlich nicht im Aussen. Da wird alles getan, um ins Gefüge zu passen und die fehlende innere Bestätigung zu erlangen. Wir verhalten uns angepasst und normgerecht, versuchen es sogar noch besser zu machen als andere. Wir machen sogar andere nieder, damit wir in einem besseren Licht erscheinen...

 

Meine Erfahrung ist, dass die äussere Anerkennung auf Dauer nicht wirklich glücklich und zufrieden macht. Sie ist nur ein Ersatz, für etwas, das wir unablässig suchen und nach dem wir unbewusst streben. Die äussere Anerkennung ist etwas sehr instabiles und wir müssen unaufhörlich dafür schaffen, um sie zu bekommen. Es ist wie eine Droge, die uns stresst und in eine gefährliche Abhängigkeit führen kann. Die hohe Zahl von Burn-outs, Depressionen, Nervenzusammenbrüchen und sonstigen Störungen bei Müttern belegt das.

 

Und nun…?

 

Der Schlüssel liegt darin, sich die Anerkennung, die man braucht, selbst zu geben. Es ist wichtig, der eigenen Arbeit Wert zu geben und sich auch dafür zu belohnen.

 

Womit belohnst Du Dich?